J.R. Ewing for Präsident

Wenn ich hier Musik einspielen könnte, dann würde ich jetzt gerne die Startmelodie, den Theme Song, aus der Serie Dallas wählen: Dadaaaa, dadaaaa, dadaa-dadadada !

Dallas, die Geschichte der Familie Ewing aus Texas! Wer kennt sie nicht?

OK, den Spätgeborenen hier eine kleine Hilfestellung zur bekanntesten Serie zwischen 1978 und 1991, dem Straßenfeger schlechthin: Die Familie Ewing besitzt das größte unabhängige Öl-Förder-Imperium von ganz Texas und ist deswegen die bekannteste Familie in Dallas und Umgebung. Macht, Geld und Schönheit sind hier zu Hause.

Die Familie Ewing wohnt auf der geräumigen Southfork Ranch, wo man sich morgens das umfangreiche Frühstück von einer mexikanischen Belegschaft auf der Terrasse servieren lässt und abends bei einem Whiskey im Salon sitzt, um sich über das wichtigste des Tages auszutauschen. Der Hauptakteur, J.R.Ewing (Sprich: Tschey Ar Ju_ing), ist ein machtbesessener Intrigant und für seinen Größenwahn ist ihm kein Trick zu schmutzig, um an der Macht zu bleiben oder sie zu vergrößern. Bestechungen und Einflussnahme in die Politik und das trickreiche Ausschalten lästiger Widersacher sind dabei sein liebstes Hobby. Seine Familie soll eine Vorzeigefamilie bleiben. J.R.s Mutter, Miss Ellie genannt, verzweifelt öfter an den dunklen Machenschaften ihres Sohnes, ist aber im Endeffekt auch ganz glücklich darüber, dass ihr Junge die Familie zusammenhält und der Ölreichtum ihre ansonsten fruchtlose Ranch finanziert. J.R.s Ehefrau Linda greift dabei immer häufiger zur Flasche, weil sie sich ungeliebt und in die Rolle der Vorzeigegattin gedrängt fühlt. Die wichtigsten Gegenspieler J.R.s sind sein ehrlicher und gutmütiger Bruder Bobby und der treudoofe Schwager Cliff Barnes. Bobby möchte das Gute mit seiner Macht fördern und Cliff möchte die Macht für sich gewinnen.

Ob J.R. Ewing seine Steuern immer richtig bezahlt hat? Darüber hat man leider nie etwas erfahren, aber es ist davon auszugehen, dass er die besten Steuerberater hatte, die er bekommen konnte und die für ihn immer das Richtige getan haben. Ein Vermögen baut sich schließlich nicht von alleine auf.

Das einzige was J.R. Ewing in seiner Karriere noch gebraucht hätte, wäre der Posten des Gouverneurs von Texas gewesen, damit er sich seine Vorteile zum Gesetz hätte machen können und seine Gegenspieler verhaften lassen könnte. Und weil Reichtum im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unbegrenzte Macht verspricht, hätte er sich auch noch zum Präsidenten der USA wählen lassen können.
J.R. Ewing for Präsident!

Meine beste Freundin Charlie sagt, es würde sie mal interessieren, wenn J.R. Ewing als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika dann plötzlich seinen Staatshaushalt verabschieden müsste, wo ihm insgesamt weniger Geld fehlen würde, als sein Privatvermögen als Ganzes ausmachte, ob der dann die fehlende Summe einfach aus seiner eigenen Tasche drauflegen würde oder ob er sagte: Leute, ich kann euch leider nicht helfen, weil mein Privatjet in zehn Minuten abfliegt, Richtung Karibik.

Also ich meine, er könnte die Differenz leicht ausgleichen und die Summe dann als Spende von der Steuer absetzen.

2 Gedanken zu „J.R. Ewing for Präsident

  1. Miss Ellie hat übrigens immer Weißwein getrunken abends :o)
    J.R. hätte sich wohl nicht zu so einer guten Tat hinreißen lassen. Deshalb mochte ich ihn auch lieber, als er noch Major Toni Nelson war. Weißt du noch???

    1. Ja, natürlich, hab erst gestern zwei Folgen Jeanny geschaut, bin ganz zufällig drauf gestoßen, irgendwo im Netz der Privaten…

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